Unsere Gesellschaft auf der Suche nach Toleranz

von Christoph Liebens

Toleranz lässt sich nicht nur prüfen; sie ist auch erlernbar!

In meinem Studium in den Niederlanden wies einer meiner Dozenten, mit Blick auf die vielbeschworene holländische Toleranz, häufig auf den Ansatz hin, dass jeder Mensch, er, Sie, ich, nur so tolerant sind wie es unsere Grenzen  zulassen.

Ich denke, gerade in Zeiten erhöhter gesellschaftlicher Spannungen, kann es nicht schaden sich selbst und die Wurzeln seiner "Willkommenskultur" und Vorurteile zu prüfen.

Hier (gerne als Diskussionsgrundlage) ein Auszug aus einem Text der TAZ vom 25.02.2016 (link zum gesamten Text - klick auf die Überschrift):

Blondinen willkommen

Seit 1990 haben wir 2 Millionen sogenannte Russlanddeutsche aufgenommen, 4,5 Millionen kamen in insgesamt über die Jahrzehnte aus der Ex-Sowjetunion in die BRD. Größer ist die jetzige Flüchtlingswelle auch nicht, rechnet die Bundesregierung in einer internen Prognose. Bis 2020 kommen insgesamt 3,6 Millionen Flüchtlinge, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus dem Papier.

Über Millionen Ex-Sowjets hätten sich die besorgten Bürger von heute auch aufregen können. Taten sie aber nicht. Waren halt viele Blonde und Blondinen dabei. Jetzt kommen dunkelgelockte Araber, Afghanen mit Bärten, schwarze Männer gar. Da spalten sich die Menschen: Manche gehen auf die Fremden zu, um zu sehen, ob sie mit ihnen auskommen. Und andere verfallen in Rassismus.

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